Lehrgangsformen


Fernlehrgänge sind in der Regel verbunden mit der Zusendung von Lehrmaterial in Form von Lernbriefen, Aufgaben, die z.T. zur Korrektur zurückgesandt werden müssen, und einigen wenigen Präsenztagen an zentralen Orten, an denen in der Gruppe mit Dozentenvortrag und -unterstützung gearbeitet wird. Häufig wird auch eine Online-Unterstützung, ein E-learning-Programm, ein Forum oder eine Chatmöglichkeit parallel angeboten. Fernlehrgänge bieten dem Teilnehmer räumliche und zeitliche Unabhängigkeit, eine zeitliche Begrenzung des Lehrgangs besteht i.d.R. nicht, die Kündigungsmöglichkeiten sind klar definiert, und ein Einstieg ist meistens jederzeit möglich. Allerdings erfordert die Teilnahme an einem Fernlehrgang mehr Disziplin bzgl. des Lernens, die „Inspiration“ der Gruppe fehlt und die Praxisnähe, die der Dozent aufgrund seiner Erfahrungen in den Unterricht einbringt, sowie der aktive Austausch mit den anderen Lehrgangsteilnehmern. Manches wird heutzutage aber durch die modernen Medien wieder ausgeglichen.   


Fernlehrgänge unterliegen der Kontrolle der ZFU-Zentralstelle für Fernunterricht. Es ist daher darauf zu achten, dass der Lehrgang mit einem Stempel und einer Zulassungsnummer der ZFU ausgewiesen ist.  


Präsenzlehrgänge Der überwiegende Teil der Teilnehmer entscheidet sich für Präsenzlehrgänge. Diese werden in unterschiedlichen Städten angeboten, so dass man meistens einen Lehrgang in erreichbarer Nähe findet.

Die Dauer der Lehrgänge bewegt sich zwischen einem bis zwei Jahren, je nach Anbieter. Die Inhalte sind dabei ähnlich, da alle auf die IHK-Prüfung vorbereiten

Bei den zweijährigen Lehrgängen handelt es sich meistens um Abendlehrgänge. Der Unterricht findet ein- bis zweimal pro Woche statt und gelegentlich am Samstagvormittag. In den Schulferien findet normalerweise kein Unterricht statt.

Ein- bis anderthalbjährige Lehrgänge sind meistens Samstag- oder Wochenendlehrgänge. Der Unterricht findet überwiegend ganztägig statt. Auch bei diesen Lehrgängen wird häufig Rücksicht auf die Schulferien genommen, so dass zumindest ein Teil der Ferien präsenztagfrei gehalten wird. Vorteil dieser Lehrgänge ist es, dass der Teilnehmer frischer und aufmerksamer am Unterricht teilnehmen kann, da er noch nicht den ganzen Arbeitstag hinter sich hat und den Lehrgang ohne Zeitdruck rechtzeitig erreichen kann.

Gelegentlich werden auch Blocklehrgänge angeboten, bei denen die Teilnehmer 3-5 Tage hintereinander Unterricht haben, meistens einmal pro Monat. In manchen Bundesländern kann für diese Blöcke Bildungsurlaub beantragt werden.  


Präsenzlehrgänge haben den Vorteil, dass die Gruppe und der Dozenten präsent sind, Fragen direkt gestellt werden können, Kenntnisse und Erfahrungen direkt innerhalb der Gruppe ausgetauscht werden können und der Unterricht praxisnäher und didaktisch ansprechender gestaltet werden kann. Arbeits- und Lerngruppen finden besser zu einander.


Teilzeit- und Vollzeitlehrgänge  


Fern- und Präsenzlehrgänge gelten als Teilzeitlehrgänge.

Vollzeitlehrgänge finden i.d.R. während der Woche ganztägig statt, also nicht berufsbegleitend. Sie gehen über einige Wochen am Stück und berücksichtigen Ferienzeiten nicht. Diese Lehrgänge werden häufig von Teilnehmern in Anspruch genommen, die durch die Agentur für Arbeit gefördert werden oder die sich einige Wochen „Auszeit“ nehmen können. Vollzeitlehrgänge werden seltener angeboten.